Beweglich bleiben - körperlich, geistig und emotional

Bereits Leonardo da Vinci hatte erkannt: „Alles Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben“.

Wie wichtig, dass es ist, in Bewegung und somit auch beweglich zu bleiben, zeigt sich bei verschiedenen Aspekten des Lebens. Allgemein bedeutet Beweglichkeit das Vermögen, unterschiedliche Stellungen und Haltungen einzunehmen. Dies kann sich sowohl auf körperliche, geistige wie auch emotionale Regungen beziehen.

  • Körperliche Beweglichkeit bezeichnet die physische Bewegung eines Menschen, die er selbst ausführt.
  • Mit geistiger (kognitiver) Beweglichkeit wird die Fähigkeit beschrieben, sich gedanklich auf Neues einstellen zu können.
  • Emotionale Beweglichkeit stellt den Umgang mit den eignen Emotionen und denen von anderen dar.

Die Triade der Gesundheit

Im ganzheitlichen Menschenbild der TCM und der Kinesiologie bilden Körper, Seele und Geist eine Einheit und stehen in einem harmonischen Gleichgewicht. 

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Wird diese Harmonie aus irgendeinem Grund gestört, so kann dies zu physischen oder psychischen Leiden führen. Wenn das Dreieck nicht mehr im Gleichgewicht ist, dann wirkt sich dies auf alle 3 Bereiche aus.

Der Neurobiolog Gerald Hüther hat in seinem Buch „Was wir sind und was wir sein könnten“ bestätigt, dass sowohl gute wie auch schlechte Erfahrungen immer gleichzeitig auf der kognitiven, auf der emotionalen und auf der körperlichen Ebene in Form von entsprechender Denk-, Gefühls- und körperlicher Reaktionsmuster verankert und aneinander gekoppelt werden.  

Auch der Neurologe und Psychiater David Servan-Schreiber beschreibt in seinem Buch „Die neue Medizin der Emotionen“ das Zusammenspiel von Körper und Geist. Im Inneren des Gehirns befindet sich ein "emotionales Gehirn", das alle Funktionen kontrolliert, die unser psychisches Wohlbefinden beeinflussen, und einen Grossteil der Körperfunktionen wie Herz, Blutdruck, Hormone, das Verdauungs- und Immunsystem. Ist das System im Gleichklang, wachsen uns ungeahnte Kräfte zu; gerät es aus der Balance, sind Stress, Ängste und Depressionen die Folge.

Wenn wir also auf allen 3 Ebenen beweglich und geschmeidig bleiben, dann sind wir weniger auf emotionale, physische wie auch biochemische oder intellektuell bedingte Stressoren anfällig und können uns besser an neue Bedingungen anpassen.

Embodiment

Embodiment befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. Das heisst, wir können unseren Körper bewusst einsetzen, um unsere Stimmungen zu steuern. Dr. Gunther Schmidt sagt: »So wie man geht, so geht es einem.«

Machen Sie folgenden Selbstversuch: Gehen Sie langsam, mit schlurfenden Gang und hängenden Schultern, den Blick nach unten. Spüren Sie, wie sich eine niedergeschlagene Stimmung breit macht? Nun nehmen Sie eine gerade und straffe Körperhaltung ein und gehen energisch mit hoch erhobenen Kopf und einem Lächeln im Gesicht. Spüren Sie, wie sich Ihre Stimmung ändert?

Umgekehrt kann Ihre Stimmung auch auf Ihren Körper wirken. Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, dann sind meistens auch körperlich wenig leistungsfähig.

Es ist nicht immer einfach eine alte, gewohnte Haltung - körperlich und geistig – zu ändern. Eine neue, noch unvertraute Haltung einzunehmen kann bewussten oder unbewussten Stress auslösen. Mit Kinesiologie können Sie Einfluss auf Ihre Haltung einnehmen. Mit einer gezielten Regulationstechik, können Sie bezüglich der gewünschter, neuer Haltung gestärkt werden.

Positive Affirmationen als Selbstregulationstechnik

Worte sind kraftvoll und man kann sich selber mit Selbstsuggestionen motivieren und stärken, oder aber auch das Gegenteil bewirken. Mit individuell formulierten, positiven Affirmationen oder Zielformulierungen kann man seine Gedanken lenken und ein positives Selbstbild unterstützen, was auch die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflusst. Dieser Ansatz wird sowohl im Sport Mentaltraining wie auch in der Kinesiologie verwendet.


Bleiben Sie beweglich - körperlich, in Ihrem Denken und im Umgang mit Emotionen! 

Claudia Alban

Move your Mind

weil Beweglichkeit sowohl eine Eigenschaft als auch eine innere Haltung ist